Tapetentrends 2024: Von Mutigen Mustern Und Sanften Texturen
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Als Nächstes stand die Optik auf dem Programm. Das Wohnzimmer sollte nicht wie ein provisorisches Schlafzimmer aussehen. Also wählte ich eine tapicerka welurowa für die neue Couch in einem tiefen Blaugrau. Der Samtstoff fühlt sich nicht nur weich an, sondern reflektiert das Licht auf eine angenehme Weise und lässt den Raum größer wirken. Dazu kombinierte ich zwei große, flauschige Kissen in Senfgelb und einen dicken, gestrickten Überwurf aus Wolle. Tagsüber wirkt die Couch wie ein gemütliches Sofa, und erst beim genaueren Hinsehen merkt man die integrierte Schlaffunktion. Die Gäste sind jedes Mal überrascht, wenn ich abends das Bett ausklappe.
In diesem Jahr sehe ich auch eine Rückkehr zu floralen Mustern, aber mit einem modernen Twist. Statt kleiner, süßer Blümchen sind es jetzt übergroße, fast grafische Darstellungen von Blumen. Ein Beispiel ist eine Tapete mit in Schwarz und Weiß auf einem cremefarbenen Grund. Sie passt perfekt zu einer Couch mit Schlaffunktion in einem dunklen Grau. Ich habe diese Kombination in einer kleinen Wohnung für Familie mit Kindern gesehen, wo die Tapete den Raum strukturierte, ohne ihn zu überladen. Die Besitzerin hatte zudem einen Bettkasten im Bett integriert, um Bettwäsche zu verstauen. Der Clou war der Einsatz von Tapetenresten an der Innenseite des Kleiderschranks. So entstand ein stimmiges Gesamtbild. Floral muss also nicht altmodisch sein, wenn man die richtige Skalierung wählt. Die neuen Drucktechniken erlauben zudem eine unglaubliche Detailtreue.
Eine Freundin von mir wohnt in einer Altbauwohnung mit sehr hohen Decken. Sie hatte das Problem, dass der Raum trotz der Höhe irgendwie kühl wirkte. Ein großer Dekospiegel mit einem rustikalen Holzrahmen aus Eiche hat das geändert. Sie hat ihn gegenüber dem großen Fenster platziert. Jetzt fängt der Spiegel das Morgenlicht ein und verteilt es im ganzen Raum. Die warme Holzfarbe des Rahmens passt perfekt zu ihrem Vintage-Sofa. Ich finde, ein Spiegel kann auch als Kunstwerk an der Wand dienen. Er muss nicht immer nur funktional sein. In ihrem Fall ist er der absolute Hingucker im Wohnzimmer. Die Gäste fragen immer, wo sie diesen besonderen Spiegel her hat. Dabei ist es einfach ein Modell aus dem Möbelhaus, aber die Platzierung und der Rahmen machen den Unterschied.
Wenn ich an die Herausforderungen in kleinen Wohnungen denke, fällt mir sofort das Thema Stauraum ein. Ein Dekospiegel allein löst dieses Problem natürlich nicht. Deshalb setze ich oft auf Möbel, die doppelt arbeiten. Ein Bett mit einem Bettkasten zum Beispiel bietet Platz für Bettwäsche und Winterkleidung. Ich habe eine Klientin, die in ihrer Einzimmerwohnung ein Bett mit einem Bettkasten kombiniert hat. Darunter verstaut sie alles von Koffern bis zu Gästebettwäsche. Der Spiegel über dem Bett hingegen lenkt den Blick nach oben und lässt die niedrige Decke höher erscheinen. Es geht darum, kluge Kombinationen zu finden. Ein Spiegel an der Wand neben dem Bett kann außerdem das Gefühl von Enge reduzieren, während der Bettkasten den praktischen Nutzen bringt. So wird aus einem notwendigen Möbelstück ein Gestaltungselement.
Abschließend möchte ich sagen, dass Tapeten ein mächtiges Werkzeug in der Raumgestaltung sind. Sie verleihen Persönlichkeit, ohne dass man Möbel tauschen muss. Die aktuellen Tapetentrends bieten für jeden Geschmack etwas, ob mutig oder zurückhaltend. Ich habe selbst in meiner Küche eine Tapete mit einem mediterranen Fliesenmuster angebracht, die den Raum in ein Urlaubsgefühl taucht. Dazu habe ich ein einfaches Sofa gestellt, das durch die Tapete zum Hingucker wird. Also traut euch, die Wand als Leinwand zu nutzen. Ein Tipp: Beginnt mit einer kleinen Fläche, etwa hinter dem Bett oder im Flur. So könnt ihr testen, ob der Stil zu euch passt. Ich bin gespannt, welche Tapeten ihr auswählt.
Das Schlafzimmer ist für mich eine Oase der Ruhe, aber mein Kater hat andere Pläne. Er springt nachts gern aufs Bett und weckt mich auf. Ich habe gelernt, ihm einen eigenen Schlafplatz anzubieten, der bequemer ist als meiner. Ein erhöhtes Katzenbett neben dem Fenster, mit einer weichen Decke, hat Wunder gewirkt. Für mich selbst habe ich ein Bett mit einem guten Lattenrost gewählt, das den Rücken entlastet. Der Stauraum darunter ist perfekt für Decken, die ich im Winter brauche. So teilen wir uns den Raum, ohne uns gegenseitig zu stören.
Besonders stolz bin ich auf meine Lösung für das Bad, das nur drei Quadratmeter misst. Statt eines sperrigen Unterschranks habe ich ein schmales Hochregal neben dem Waschbecken installiert. Handtücher, Kosmetik und Medikamente sind nun in Körben sortiert. Der Duschvorhang ist aus transparentem Material, damit der Raum nicht noch kleiner wirkt. An der Türinnenseite hängen Haken für Bademäntel. Jeder Zentimeter ist hier durchdacht, und ich musste lernen, dass weniger manchmal mehr ist. Diese Prinzipien der Raumorganisation haben aus meiner winzigen Wohnung ein Zuhause gemacht, das mich jeden Tag aufs Neue begeistert.