Stauraum in der kleinen Wohnung: Clevere Lösungen für mehr Platz
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Die zweite Herausforderung ist der nächtliche Besuch. Meine Freundin Anna bekommt regelmäßig Besuch von ihrer Schwester aus Hamburg und schläft selbst auf einer dünnen Isomatte, weil ihr Gästezimmer voller Kartons steht. Dabei könnte die Lösung direkt in der Küchenzeile liegen. Stellt euch vor: Ihr plant eine Einbauküche mit einer Sitzbank an der Stirnseite, die tagsüber Frühstücksplatz ist. Unter der Sitzbank verbirgt sich ein Ausziehmechanismus für ein echtes Bett. Oder ihr integriert eine schmale Couch mit Funktion als Schlafgelegenheit, die vor der Küchenzeile steht. Wichtig ist dabei der Stellplatz: Die Couch sollte mindestens 190 Zentimeter lang sein, damit ein Erwachsener quer schlafen kann. Der Bezug in einem dunklen Blau oder Anthrazit kaschiert Flecken besser als helles Leinen.
Die richtige Technik beim Wände streichen ist entscheidend für ein gleichmäßiges Ergebnis. Ich arbeite immer von oben nach unten, damit Tropfen nicht über bereits gestrichene Flächen laufen. Die Farbe nicht zu dick aufrollen, sondern lieber zweimal dünn streichen. Zwischen den Anstrichen sollte die Farbe mindestens vier Stunden trocknen, bei hoher Luftfeuchtigkeit länger. Ich öffne dann das Fenster, aber nur einen Spalt, um Zugluft zu vermeiden. Eine gute Malerrolle macht die Hälfte der Arbeit aus - ich schwöre auf Microfaserrollen, die kein Fusseln hinterlassen. Für glatte Wände reicht eine kurze Florhöhe, für Raufaser eine längere. Vergiss nicht, die Rolle vor dem ersten Gebrauch kurz anzufeuchten, damit sie die Farbe besser aufnimmt.
Wenn Sie Platz sparen müssen, denken Sie an Möbel, die mehrere Funktionen erfüllen. Im Bad selbst habe ich einen schmalen Hochschrank mit einem ausziehbaren Korb für Wäsche und einem Fach für Putzmittel. Und im Gästezimmer, das gleichzeitig mein Arbeitszimmer ist, steht eine kompakte Schlafmöglichkeit. Ich habe mich für eine schlichte Couch mit einem Rahmen entschieden, die sich mit einem Handgriff ausziehen lässt. Der Clou: Die Matratze ist ein dicker Schaumstoff, der sich tagsüber unter der Sitzfläche versteckt. So habe ich ein Bett für Übernachtungsgäste, ohne dass der Raum überladen wirkt.
Besonders wichtig war mir die Lösung für die Übernachtung von Besuch. Statt einer klobigen Luftmatratze entschied ich mich für eine wersalka, die sich tagsüber als elegante Couch präsentierte. Die tapicerka welurowa in einem warmen Grau verlieh dem Raum eine edle Note, und der mechanizm DL erlaubte ein müheloses Ausklappen in Sekundenschnelle. Wenn meine Mutter zu Besuch kam, klappte ich sie einfach auf, und sie hatte ein bequemes Bett mit einer Liegefläche von 200 mal 90 Zentimetern. Kein lästiges Aufpumpen, keine herumliegenden Kissen.
Du wirst sehen, dass Wände streichen nicht nur eine Renovierung ist, sondern auch eine kreative Pause vom Alltag. Ich setze mich gerne mit einer Tasse Tee hin und überlege, welche Farbkombinationen ich ausprobieren möchte. Manchmal inspiriert mich ein Bild oder ein Stoffmuster. In meinem letzten Projekt habe ich eine Wand mit einem sanften Grün gestrichen, das an Moos erinnert. Dazu habe ich eine Couch mit grauem Stoff gestellt und ein Regal aus hellem Holz. Das Ganze wirkt ruhig und harmonisch. Wenn du unsicher bist, probiere zuerst an einer kleinen Fläche oder auf einem Karton. So siehst du, wie die Farbe im Tageslicht wirkt. Denk daran, dass Farbe auf der Wand immer etwas dunkler wirkt als im Eimer.
Die Wahl des richtigen Teppichs hängt stark von deinem Lebensstil ab. In meiner Praxis habe ich gelernt, dass ein dicker Hochflor-Teppich zwar himmlisch weich ist, aber in einem Haushalt mit Kleinkindern oder Haustieren schnell zur Falle wird. Krümel, Haare und Flecken setzen sich tief fest. Besser ist hier ein flachgewebter Teppich aus Wolle oder Baumwolle, den du problemlos ausschütteln oder sogar in der Maschine waschen kannst. Wenn du aber dennoch nicht auf das Kuschelgefühl verzichten willst, wähle ein Modell mit kurzem Flor und investiere in einen guten Staubsauger mit Bürstenrolle. Das spart dir später viel Ärger.
Ein häufiges Problem in deutschen Wohnungen sind die kleinen Grundrisse. Du hast vielleicht nur zwanzig Quadratmeter Wohnzimmer, die auch noch als Esszimmer und Arbeitsbereich dienen müssen. Wohnzimmerteppiche helfen hier, Zonen zu definieren. Lege einen kleinen Teppich unter den Couchtisch, um die Sitzecke zu markieren, und einen anderen unter den Esstisch. So entstehen optisch getrennte Bereiche, ohne dass du eine Wand einziehen musst. Ich rate immer zu einem Teppich, der groß genug ist, dass die vorderen Beine deiner Couch darauf stehen. Das verankert den Raum und lässt ihn größer wirken, als er ist. Ein zu kleiner Teppich wirkt wie eine Insel und zerstört die Harmonie.
Das Bad war winzig, aber mit einer cleveren Aufteilung. Eine Eckdusche ersparte mir eine Badewanne. Ich hängte einen Handtuchhalter über die Tür und nutzte Magnetleisten für Scheren und Nagelfeilen. Ein schmaler Schrank über der Toilette bot Platz für Toilettenpapier und Putzmittel. Der Spiegel war beleuchtet, was den Morgen angenehmer machte. Ein Problem war die Feuchtigkeit. Ich stellte einen kleinen Entfeuchter auf. Nach ein paar Wochen roch es nicht mehr muffig. In Mehrfamilienhäusern ist die Belüftung oft schlecht, also lüftete ich mehrmals täglich stoßweise. Das half enorm.