Maßmöbel im Home-Office: So planen Sie den Raum richtig
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Maßmöbel bieten den Vorteil, dass sie Nischen und Schrägen optimal ausnutzen können. Ein Beispiel: Eine schräge Dachschräge lässt sich mit einem niedrigen Regal oder einer Sitzbank sinnvoll füllen, während der Arbeitsplatz am Fenster mit voller Höhe geplant wird. Achten Sie bei der Höhenplanung darauf, dass die Arbeitsfläche unabhängig von der Raumhöhe ist – eine typische Fehlplanung ist, dass die Arbeitsplatte an einer Wand befestigt wird, aber die dahinterliegende Steckdosenleiste nicht mehr erreichbar ist. Planen Sie daher alle Elektroanschlüsse und Kabeldurchführungen bereits in der Möbelskizze ein. Lassen Sie hinter den Schränken genügend Platz für Kabel und Lüftung, sonst drohen Überhitzung und Brandgefahr.
Ein typischer Fehler ist die Überproportionierung mit zusätzlichen Sesseln. In einem kleinen Wohnzimmer sollten Sie maximal ein weiteres Sitzmöbel integrieren, und zwar dann, wenn die Sitzfläche des Sofas nicht die gesamte Nutzfläche einnimmt. Ein schmaler Hocker unter dem Fenster kann als zusätzliche Ablage dienen und lässt sich bei Bedarf als Fußstütze nutzen. Wichtig ist, dass die Sitzmöbel nicht mehr als 40 Prozent der Bodenfläche belegen. Rechnen Sie die Gesamtfläche des Raumes aus und multiplizieren Sie sie mit 0,4. Wenn Ihr Wohnzimmer 16 Quadratmeter hat, sollten Sofa, Sessel und Hocker zusammen nicht mehr als 6,4 Quadratmeter Grundfläche einnehmen.
Vermeiden Sie klassische Fehler: Das Trocknen bei geschlossener Tür und geschlossenem Fenster ist der häufigste Grund für muffige Wäsche. Auch das Aufhängen in Schlaf- oder Wohnräumen, wenn niemand da ist, verschlechtert das Raumklima. Ein weiterer Fehler ist, die Wäsche zu spät aufzuhängen. Lassen Sie sie nie länger als eine Stunde in der Waschmaschine liegen, sonst entsteht ein unangenehmer Geruch, der sich auch nach dem Trocknen nicht vollständig verflüchtigt.
Der Trockenständer und seine Platzierung entscheiden Stellen Sie den Trockenständer nicht in die Ecke oder direkt an die Wand. Dort stagniert die Luft, und die Feuchtigkeit bleibt in der Nähe der Wäsche. Besser ist ein Platz in der Raummitte, wo die Luft von allen Seiten zirkulieren kann. Wenn möglich, erhöhen Sie den Ständer, etwa auf einem stabilen Tisch, da warme Luft nach oben steigt und so mehr Feuchtigkeit aufnimmt. Achten Sie darauf, dass die Kleidungsstücke nicht übereinander liegen – halten Sie Abstand zwischen den Teilen.
Prüfen Sie vor dem Kauf, ob das Sofa modular erweiterbar ist. Viele Hersteller bieten Elemente an, die Sie später ergänzen können, ohne das ganze Möbel zu ersetzen. Das ist praktisch, falls sich die Raumsituation ändert. Ein weiterer Tipp: Zeichnen Sie den Grundriss im Maßstab 1:20 auf Papier und schneiden Sie die Sofakontur aus. Bewegen Sie die Papierschablone im Plan, bis die Wege frei bleiben und genug Platz für eine Stehlampe oder einen schmalen Beistelltisch vorhanden ist. So vermeiden Sie den häufigsten Fehler: ein zu großes Sofa, das nach dem Aufstellen den Raum dominiert und kaum nutzbare Fläche übrig lässt.
Wer einen Wäscheständer mit Stäben nutzt, kann die Trocknungszeit verkürzen, indem er die Kleidung auf links dreht – so trocknen die Nähte schneller. Handtücher sollten Sie vor dem Aufhängen kräftig ausschütteln, damit die Fasern aufgelockert werden und die Luft besser eindringen kann. Bei empfindlichen Stoffen wie Wolle oder Seide reicht es, sie auf einem Bügel aufzuhängen, statt sie zu falten.
Der Einbau selbst ist kein Hexenwerk, aber er erfordert Sorgfalt. Schalten Sie die Wasserzufuhr ab, entleeren Sie die Leitung und markieren Sie die Einbaustelle. Die Pumpe kommt in den Rücklauf, der vom entferntesten Zapfhahn zum Speicher führt. Falls kein Rücklauf existiert, können Sie eine sogenannte Einrohr-Zirkulation nachrüsten – das ist jedoch ein Fall für einen Profi. Achten Sie darauf, dass die Pumpe in Fließrichtung zeigt und die Dichtungen sauber sitzen. Nach dem Einbau spülen Sie die Leitung gründlich, bevor Sie die Pumpe starten.
Unabhängig von der gewählten Variante gilt: Messen Sie vor dem Kauf alle Maße exakt aus und notieren Sie sich die lichte Raumhöhe. Ein typischer Fehler ist, nur die Grundfläche zu betrachten. Bedenken Sie auch, dass Sie die Bettlaken wechseln müssen – planen Sie daher mindestens 60 Zentimeter freien Raum an einer Längsseite ein. Wenn Sie unsicher sind, bauen Sie eine einfache Papiervorlage im Maßstab und stellen Sie sie an die Wand. So erkennen Sie schnell, ob die Lösung wirklich zum Raum passt oder ob Sie besser eine flexible Variante mit Rollen wählen.
Bevor Sie ein Sofa für ein kleines Wohnzimmer kaufen, messen Sie nicht nur die Wand, sondern den gesamten Bewegungsraum. Stellen Sie sich vor, wie Sie sich durch den Raum bewegen: vom Eingang zum Fenster, vom Sitzplatz zum Schrank. Planen Sie mindestens 70 Zentimeter freie Gehwegbreite vor dem Sofa. Ein häufig unterschätzter Fehler ist die Tiefe des Möbels: Ein Modell mit 95 Zentimetern Sitztiefe wirkt im Geschäft einladend, raubt aber in der Fläche schnell wertvolle Quadratmeter. Notieren Sie sich daher immer die Gesamttiefe inklusive Rückenlehne und vergleichen Sie diese mit Ihrem Raummaß.